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Der kleinste Arbeitsplatz der Welt
Oben locker anschieben, gemütlich hinlegen und unten im Zweifelsfall jubeln. So stellen sich viele den Rodelsport vor. Wenn es so einfach wäre, könnten wir uns viel hartes Training sparen.
Die Wahrheit sieht allerdings ein wenig anders aus. Wir verbringen viel Zeit im Kraftraum, denn der Start ist beim Rodeln eminent wichtig. Kraftvoll, explosiv und synchron muss er sein. Ein verpatzter Start und wir können den gesamten Lauf gepflegt in die Tonne treten. Unterwegs haben wir als Doppelsitzer das Problem, dass unser Schlitten deutlich wackeliger ist, als der bei den Einsitzern. Um die nötige Stabilität zu finden, liegt mit Patric auch der Größere und Schwerere von uns Beiden oben. Wir müssen perfekt aufeinander eingespielt sein, sonst kann die nächste Kurve schon die letzte in einem Lauf sein.
Unser Schlitten ist der wahrscheinlich kleinste Arbeitsplatz, den es auf der Welt für zwei Personen gibt. Nebenher muss Alex auch noch den Druck von zwei Personen aushalten. Auf unserer Heimbahn am Königssee presst es ihm in der Echowand regelmäßig die Luft aus den Lungen.
Wir sind ja unter uns und deswegen können wir es auch so deutlich sagen: Als Untermann bist Du manchmal eine echt arme Sau!
Ach ja, da war ja noch die Sache mit dem Jubeln. Wenn wir keinen Bock geschossen haben und das Material okay war, dann schaffen wir das wirklich ohne vorher zu üben. Und beim Siegerbierchen danach, da sitzen wir dann auch schon nebeneinander und liegen nicht mehr aufeinander!